Schauen Sie gerade das K-Drama „Gwigung“ (The Haunted Palace)?
Ich bin in letzter Zeit total begeistert! Es spielt offenbar in der Joseon-Dynastie und ist ein Fantasy-Drama, das geschickt Geister- und Spukgeschichten verwebt, die bisher nur mündlich überliefert wurden.
Für internationale Fans, die mehr über die faszinierenden übernatürlichen Wesen der Serie wissen möchten, habe ich die Geister aus „Gwigung“ zusammengefasst – plus einen kleinen Exkurs zum legendären Imugi!
Palcheokgwi (팔척귀): Der Acht-Fuß-Geist
Zerlegt man den Namen Palcheokgwi (팔척귀), bedeutet er einen Geist, der „pal cheok“ groß ist. „Pal cheok“ entspricht etwa 242 cm.
Ein ziemlich großer Geist!
In „Gwigung“ ist der Palcheokgwi der Hauptgegenspieler und scheint einen tiefen Groll gegen den Palast zu hegen.
Interessanterweise wird er im Drama auch „Hwagwi“ (화귀) genannt.
Ein Hwagwi ist ein Geist, der durch Feuer gestorben ist.
Dass der Palcheokgwi zugleich ein Hwagwi ist, ist eine Besonderheit dieses Dramas.
Susal-gwi (수살귀): Der Wassergeist
Der Name Susal-gwi (수살귀) bedeutet wörtlich einen Geist, der durch Wasser getötet wurde – also den Geist eines Ertrunkenen.
Man könnte ihn einfach „Wassergeist“ nennen. In Korea ist der Begriff „Mul-gwishin“ (물귀신) sogar gebräuchlicher als Susal-gwi.
Der Susal-gwi besitzt im Wasser große Macht.
Er versteckt sich oft in Gewässern und zieht ahnungslose Menschen in die Tiefe.
Yagwang-gwi (야광귀): Der nachtleuchtende Geist
Yagwang-gwi (야광귀) bedeutet wörtlich „nachtleuchtender Geist“.
Sein Verhalten unterscheidet sich aber etwas von dem, was der Name vermuten lässt.
Der Überlieferung nach kommt der Yagwang-gwi in der ersten Nacht des neuen Jahres in die Dörfer, probiert Kinderschuhe an und nimmt ein passendes Paar mit!
Einem Kind, dem so die Schuhe gestohlen werden, soll das ganze Jahr Unglück bringen.
Damit der Yagwang-gwi keine Schuhe stiehlt, hängten die Menschen in der Neujahrsnacht ein „Che“ (체, ein Sieb) vor das Haus. Der Geist war angeblich bis zum Morgengrauen damit beschäftigt, die Löcher im Sieb zu zählen, und zog dann mit leeren Händen ab.
Übrigens wird der Yagwang-gwi in „Gwigung“ interessanterweise von einem kleinen Kind gespielt.
Oedari-gwi (외다리귀): Der einbeinige Geist
Der Name bedeutet „einbeiniger Geist“ (외다리귀).
In Korea ist er auch als „Dokgakgwi“ (독각귀) bekannt.
Oft wird er mit einem „Satgat“ (traditioneller breitkrempiger Bambushut) und einem „Dorongi“ (traditioneller Regenumhang aus Stroh) dargestellt, wie er auf einem Bein herumhüpft.
Dieser Geist soll Gegenstände fürchten, auf denen ein Name steht, und kann Menschen im Umfeld seines Opfers krank machen oder ihnen schaden.
Das war ein Überblick über die faszinierenden Geister aus dem K-Drama „Gwigung“!
Und zum Schluss, auch wenn er kein Geist ist, ein kurzer Blick auf den Imugi (이무기), der ebenfalls eine wichtige Rolle spielt:
Imugi (이무기): Die Schlange auf dem Weg zum Drachen
Der Imugi (이무기) ist ein Fabelwesen der koreanischen Folklore, oft als Vorstufe eines Drachen oder als riesige Schlange beschrieben, die ein echter Drache werden will.
Es heißt, wenn ein Imugi nach tausend Jahren spiritueller Übung im Wasser eine „Yeouiju“ (여의주, eine wunscherfüllende Zauberperle) erlangt und erfolgreich in den Himmel aufsteigt, verwandelt er sich in einen Drachen. Ein entscheidender Teil der Legende: Wird er beim Aufstieg von jemandem gesehen, scheitert der Imugi und kann kein Drache werden.