Je kälter es wird, desto trockener wird die Luft.
Die Haut meiner Hündin Chamggae begann stark zu schuppen, nach dem Aufwachen fühlte sich meine Nase trocken an, und schließlich nahmen auch meine Asthmabeschwerden zu. Also habe ich die Luftbefeuchter aus dem Abstellraum geholt.
Ich hatte drei Geräte: den einst beliebten „Miro“-Luftbefeuchter, ein mittelgroßes und ein sehr kleines Modell. Beim Betrieb stieg die Luftfeuchtigkeit schnell, aber der Nebel war zu viel.
Ultraschall-Luftbefeuchter kamen für mich also nicht infrage. Dampf-Luftbefeuchter (mit Heizung) habe ich mir angesehen, aber da gab es Bedenken wegen Explosionsgefahr … Schließlich landete ich bei Verdunstungs-Luftbefeuchtern.
Zuerst fiel mir das LG-Modell auf, aber für einen so einfachen Aufbau war es zu teuer, und die Reinigung sah nicht leicht aus. Dann schaute ich mir den Verdunstungs-Luftbefeuchter von Xiaomi an.
Das Xiaomi-Gerät war mit gut 100.000 Won günstig, und der Filter muss nur alle zwei Wochen gereinigt werden. Ich habe es in Erwägung gezogen, mich aber wegen des chinesischen Herstellers dagegen entschieden und weitergesucht. Dabei bin ich auf den Philips-Luftbefeuchter gestoßen.
Der genaue Name lautet NanoCloud Verdunstungs-Luftbefeuchter, Modell HU5710/00.
Kauf und Unboxing

Der Philips NanoCloud HU5710/00 kostet 160.000 Won. Mit Rabattgutscheinen geht es wahrscheinlich günstiger. Ich habe ihn mit Korean-Air-Meilen gekauft.
Der Karton ist nicht besonders groß.

Beim Öffnen fanden sich eine Anleitung und etwa drei watteartige Pads. Diese kann man mit Aromaöl tränken, um einen Duft hinzuzufügen.

Ich habe das Gerät herausgenommen. So sieht es aus.

Hinten bzw. seitlich gibt es einen mit Klebeband gesicherten Bereich mit Griff.

Diesen kann man öffnen, um Wasser einzufüllen.

Hebt man das Oberteil ab, sitzt darin ein Filter.

Der Filter sieht genau wie ein Luftreinigerfilter aus.

Im Unterteil ist nichts außer dem Wassertank. Bis zur Markierung passen maximal 4,5 l hinein.

Die Unterseite des Oberteils ist unspektakulär. Auf einer Seite gibt es ein goldfarbenes Teil, das offenbar als Sensor erkennt, ob das Oberteil aufgesetzt ist. In der Mitte sitzt ein Ventilator, der das Wasser auf natürliche Weise verdunsten lässt.

Filter wieder eingesetzt und zusammengebaut.


Es gibt ein Fach für die Aromapads. Ich werde es wohl nicht nutzen, aber vielleicht probiere ich es später aus.

Mit Leitungswasser befüllt und aufgestellt. Das blaue Sichtfenster für den Wasserstand wirkt optisch etwas unbeholfen, ist aber im Alltag sehr hilfreich.
Erfahrungen im Alltag

Das Stimmungslicht funktioniert gut, und das Gerät arbeitet leise. Rund um den Luftbefeuchter wird nichts nass. Seit die Trockenheit weg ist, ist es viel angenehmer. Chamggaes Hautschuppen haben deutlich abgenommen, und auch mein asthmatisches Engegefühl hat nachgelassen.
- 4,5 l Fassungsvermögen: Am ersten Tag musste ich dreimal nachfüllen und dachte: „Hieß es nicht, 4,5 l reichen locker?“ Sobald die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung gestiegen war, reichte einmal Nachfüllen pro Tag. Ohne Lüften zum Putzen genügt vielleicht sogar alle zwei Tage. Die Tankgröße passt.
- Praktische App, aber …: Nach der Installation und Kopplung der Philips-Air+-App lassen sich viele Einstellungen bequem ändern. Sie erinnert sogar an Filterreinigung und -wechsel. Allerdings bricht die Verbindung gelegentlich ab. Das muss ich beobachten. Eingerichtet habe ich sie vorerst auf einem Android-Handy, ich will es aber auch mit dem iPhone versuchen.
- Abweichende Feuchtigkeitsanzeige: Ich habe zu Hause zwei „AcuRite“-Hygrometer, die als relativ genau gelten. Der Philips zeigt jedoch 10 % mehr an. Stelle ich am Philips 55 % ein, zeigt das AcuRite 45 %. Selbst direkt nebeneinander gibt es den Unterschied. Vermutlich liegt es am im Gerät verbauten Sensor.
- Einfache Reinigung: Laut Anleitung soll der Filter einmal pro Woche gereinigt werden. Man kann ihn etwa eine Stunde in Zitronensäurewasser einweichen, es gibt aber auch einen Quick-Dry-Modus, der den Filter im Gerät trocknet – angeblich reicht das. Der Filter sollte alle 6 Monate getauscht werden und kostet rund 30.000 Won.
- Ausreichende Befeuchtung: Selbst im Betrieb ist er so leise, dass man nicht merkt, ob er läuft. Da aber auch im Schlafzimmer die Luftfeuchtigkeit steigt, obwohl das Gerät im Wohnzimmer steht, scheint die Leistung auszureichen.
Fazit
Ich denke, das war ein sehr guter Kauf. Abgesehen von den Verbindungsabbrüchen der App gibt es nichts zu beanstanden. Da man den unteren Tank einfach nur ausspülen muss, ist die Pflege unkompliziert.
Die Befeuchtung ist gut, die 4,5 l reichen, und er ist fast lautlos – manchmal weiß ich gar nicht, ob er läuft. Die Luftfeuchtigkeit in meiner Wohnung kann ich künftig diesem Philips-Luftbefeuchter überlassen.