Windows 11 26H2 Update im Test – Ändert sich der Speicherverbrauch?

Ich wusste, dass das Windows 11 26H2 Update erschienen war, und auch auf meinem Desktop-PC hatte ich bereits eine Benachrichtigung erhalten. Trotzdem habe ich die Installation immer wieder aufgeschoben.

Der Grund: Nach Windows-11-Updates von Microsoft tauchen regelmäßig Berichte über Fehler auf. Ich wollte das 26H2 Update erst installieren, wenn es einigermaßen stabil läuft.

Dann las ich jedoch einen Artikel, laut dem das Windows 11 26H2 Update den verfügbaren Arbeitsspeicher erhöht – also habe ich es ausprobiert.

Eigentlich würde ich gern zusätzlichen Arbeitsspeicher kaufen, um auf 16 GB aufzurüsten, aber auch die DDR4-Preise sind deutlich gestiegen…

Das steckt im Windows 11 26H2 Update

1. Sicherheit und Anmeldung

  • Administratorschutz: Erhöht die Sicherheit, indem die Nutzung von Administratorrechten eingeschränkt wird.
  • Integriertes Sysmon: Unterstützt die Erkennung von Sicherheitsbedrohungen durch Protokollierung von Systemereignissen.
  • Intelligente App-Steuerung: Lässt sich ein- und ausschalten, ohne Windows zurückzusetzen.
  • Verbesserte Passkeys: Unterstützt Anmeldeinformations-Manager als Plug-in.
  • Windows Hello: Bietet erweiterte Anmeldesicherheit mit externen Fingerabdrucksensoren.
  • Treibersicherheit: Verschärft die Vertrauensrichtlinien für Treiber.
  • Post-Quanten-Kryptografie: Unterstützt die Algorithmen ML-KEM und ML-DSA.

2. Systemverwaltung und Wiederherstellung

  • Einstellungen sichern und wiederherstellen: Sichert Windows-Einstellungen und App-Listen und stellt sie wieder her.
  • Windows Autopilot: Verbessert die Geräteregistrierung und -verwaltung für Unternehmen.
  • Point-in-Time-Wiederherstellung: Setzt den PC mithilfe von Wiederherstellungspunkten auf einen früheren Zustand zurück.
  • Schnelle Computerwiederherstellung: Bietet Wiederherstellungsoptionen zur Behebung von Systemproblemen.
  • Entfernen vorinstallierter Apps: Festgelegte Apps können per Richtlinie entfernt werden.

3. Datei-Explorer

  • Unterstützt KI-gestützte Bildbearbeitung und Dokumentzusammenfassungen.
  • Bietet Schnellaktionen für Dateien.
  • Unterstützt weitere Archivformate, darunter UU, CPIO, XAR und NuGet.
  • Behält ordnerspezifische Ansichts- und Sortiereinstellungen bei.
  • Dateien lassen sich per Spracheingabe umbenennen.
  • Schnellerer Start und bessere Reaktionszeit der Explorer-Startseite.

4. Suche und Startmenü

  • Windows-Suche: Verbesserte Vorschau der Suchergebnisse, genauere App-Suche und bessere Kategorisierung.
  • Ordnerindizierung: Häufig genutzte Ordner werden automatisch indiziert.
  • Startmenü: Unterstützt Kategorie- und Rasteransicht für Apps, Scrollen und Layoutanpassungen.
  • Bereichseinstellungen: Angeheftete Apps, zuletzt verwendete Elemente und alle Apps lassen sich einzeln ein- oder ausblenden.

5. Taskleiste

  • Die Taskleiste kann oben, links oder rechts am Bildschirm platziert werden.
  • Symbolgröße und Höhe der Taskleiste lassen sich verkleinern.
  • Zeigt Fortschritt und Abschlussbenachrichtigungen unterstützter KI-Agenten an.

6. Kamera und Konnektivität

  • Multi-App-Kamera: Mehrere Apps können gleichzeitig auf einen Kamerastream zugreifen.
  • Bluetooth: Verbesserungen bei LE Audio, Anrufqualität, Synchronisierung der Mikrofonstummschaltung und Stabilität der Wiederverbindung.
  • USB-Displays: Stabilere Verbindung von Displays über USB4-Docks und -Hubs.

7. Barrierefreiheit

  • Bildschirmlupe: Verbesserte Vergrößerungseinstellungen, Farbanpassung des Bildschirms und Benachrichtigungen.
  • Sprachausgabe: Verbesserter Braille-Viewer und bessere Navigation in Word-Dokumenten.
  • Sprachzugriff: Verbesserte Befehle in natürlicher Sprache, Unterstützung weiterer Sprachen (darunter Deutsch und Koreanisch) sowie Stimmisolierung.

8. Task-Manager und IT-Verwaltung

  • NPU-Überwachung: Zeigt NPU-Auslastung sowie dedizierten/gemeinsam genutzten Speicher pro Prozess an.
  • GPU-Neural-Engine: Zeigt zugehörige Leistungsdaten an.
  • AppContainer: Nutzer können prüfen, ob Prozesse in einer isolierten Umgebung laufen.
  • Skriptsicherheit: Erhöhte Ausführungssicherheit für Batchdateien und Eingabeaufforderungsskripte.

9. Entfernte Funktionen

  • WMIC: In Windows 11 26H2 nicht mehr verfügbar – auch nicht als optionales Feature.

Quelle: Microsoft Learn – Neuerungen in Windows 11, Version 26H2

Ich habe hier einige der Funktionen des Windows 11 26H2 Updates zusammengefasst.

Meine Erfahrungen mit dem Windows 11 26H2 Update

Bisher sind seit der Installation keine Probleme aufgetreten.

Direkt nach dem Hochfahren hatte ich das Gefühl, dass sich Fenster etwas schneller und flüssiger öffnen. Darüber hinaus habe ich aber kaum Unterschiede bemerkt.

Auch besonders neue Funktionen sind mir nicht aufgefallen, daher ist im Alltag kaum ein großer Unterschied spürbar.

Ich hatte gehört, dass der verfügbare Arbeitsspeicher um 1 GB bis sogar 2 GB steigen kann. Nach der Installation hatte ich jedoch nur etwa 0,5 GB mehr verfügbaren Speicher.

0,5 GB mehr sind sicher nicht wenig, aber da ich mit etwa 1 GB gerechnet hatte, bin ich etwas enttäuscht.

Wahrscheinlich ließe sich noch mehr Speicher freigeben, wenn ich die verschiedenen Autostart-Programme gründlich prüfe und ausmiste.

Microsoft gibt an, dass Windows 11 künftig auch auf Systemen mit 8 GB Arbeitsspeicher flüssig laufen soll.

Darauf freue ich mich persönlich sehr.

Ich hoffe, dass das 26H2 Update der Startpunkt für diese Verbesserung ist.

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